Beim Poker gilt ein Ass als die stärkste Karte im Deck. Die Stärke eines Asses kommt nicht nur von seiner Rangstärke, sondern auch, weil in vielen Pokervarianten (wie Texas Hold'em und Omaha) Asse ebenfalls als niedrige Karte angesehen werden können. Dadurch haben Asse ein zusätzliches Element trügerischer Stärke und weiterführender Funktion!

Richtig – in den gängigsten Pokerformen gilt ein Ass sowohl als hohe als auch als niedrige Karte! Diese Tatsache bedeutet, dass ein Ass-Paar nicht nur Könige schlägt, sondern darüber hinaus das untere Ende einer „Wheel“-Straight bildet, wie es beispielsweise bei A-2-3-4-5 der Fall ist.

Inhaltsverzeichnis

Wann zählt ein Ass als hohe und wann als niedrige Karte?

Bei fast allen „Made Hands“ im Poker werden Asse als hoher Kartenwert betrachtet. Die folgende Tabelle veranschaulicht dies:

Wann ein Ass als hohe Karte zählt:

Wann ein Ass als niedrige Karte zählt

High Card: A9532 schlägt KQJ53

“Wheel”-Straight: A-2-3-4-5

(“5-High Straße”)

HINWEIS: Eine Wheel-Straight würde gegen jede andere höhere Straße verlieren. Zum Beispiel würde A2345 immer noch gegen 34567 verlieren. In diesem Fall ist gilt das Ass als niedrige Karte, was bedeutet, dass die Rangfolge der Hände eine 5-High Straße gegenüber einem 7-High Straße wäre.

Das gleiche Prinzip gilt für „Steel Wheels“ oder eher für Straight Flushes, bei denen ein Ass als niedrige Karte zählt: As-2s-3s-4s-5s würde gegen 6s-7s-8s-9s-Ts verlieren (5-High Straight Flush vs. T-High Straight Flush).

Ein Paar: AA schlägt KK

Two Pair: AA88 schlägt KK99

Three-of-a-Kind/Drilling: AAA schlägt JJJ

“Broadway” Straßen: AKQJT schlägt QJT98 (“Ace-High Straße” vs “Queen-High Straße”)

Flushes (immer): As-Qs-8s-6s-2s schlägt Ks-Js-Ts-9s-7s

Full Houses: AAATT schlägt KKKJJ

TTTAA schlägt TTTQQ

Quads/Vierling: AAAA schlägt 7777

Royal Flushes: As-Ks-Qs-Js-Ts schlägt natürlich alle anderen Straight Flushes wie 9s-8s-7s-6s-5s.

Wie Sie sehen können, werden Asse daher in allen Fällen außer bei niedrigen Straßen als hohe Karte gewertet. Wenn ein Ass Teil einer Wheel-Straight wie A-2-3-4-5 ist, ist es eine 5-High Straße statt einer Ace-High-Straße, einfach weil das Ass in diesem Fall als niedrigste Karte innerhalb der Straße verwendet wird.

 

Wie werden Asse bei den verschiedenen Pokervarianten verwendet?

Zugegeben, die meisten von Ihnen, die dies lesen, werden wahrscheinlich No-Limit Texas Hold’em spielen. Es ist jedoch wichtig, sich damit zu befassen, wie Asse in verschiedenen Formen des Spiels eingestuft werden.

Sie haben nicht immer die gleiche High/Low-Funktion bei allen Pokervarianten. Manchmal werden Asse nur als niedrige Karte verwendet und manchmal ausschließlich als hohe Karte.

Die folgende Tabelle zeigt, wie Asse bei verschiedenen Varianten genutzt werden:

POKERVARIANTE:

ASS: Hoch oder niedrig?

Texas Hold’em

Beides: Immer hoch, außer in Wheel Straights (A-2-3-4-5)

Short Deck Hold’em

Beides: Immer hoch, außer in Wheel Straights (A-2-3-4-5)

Omaha Hi

Beides: Immer hoch, außer in Wheel Straights (A-2-3-4-5)

Omaha Hi-Lo

Beides – wie bei der ursprünglichen Omaha-Variante

Lo-Hand: Nur niedrig (8 oder niedriger) – Straights und Flushes zählen nicht gegen Ihre Hand. Daher ist A-2-3-4-5 die bestmögliche Lo-Hand, die Sie machen können.

7-Card Stud

Beides: Immer hoch, außer in Wheel Straights (A-2-3-4-5)

2-7 Triple Draw

Ausschließlich hoch: A-2-3-4-5 ist keine Straße, sondern lediglich Ace-High.

Beachten Sie, dass Straights und Flushes gegen die Stärke Ihrer Hand zählen.

5-Card Draw

Beides: Immer hoch, außer in Wheel Straights (A-2-3-4-5)

5-Card Omaha

Beides: Immer hoch, außer in Wheel Straights (A-2-3-4-5)

Badugi

Ausschließlich niedrig.

Straßen zählen nicht gegen die Low-Hand dieses Spiels.

Farben/Kartenpaare spielen bei dieser Variante natürlich eine große Rolle.

Razz (Stud Lowball)

Ausschließlich niedrig.

Straßen und Flushes zählen nicht gegen die Low-Hand dieses Spiels.

Chinese Poker

Beides – Asse können nur als niedrige Karten in den 5-Karten-Händen verwendet werden (d. h. wenn Wheel Straights gemacht werden). In der 3-Karten-Hand sind Asse immer als hohe Karte zu werten.


 

Asse beim Poker: Regeln/Hand-Rankings

Wie bereits erwähnt, werden in den gängigsten Pokervarianten Asse in erster Linie als hohe Karten betrachtet und verwendet. Diese Tatsache ist entscheidend bei Spielen wie No-Limit Hold’em (NLHE) und Pot-Limit Omaha (PLO), bei denen das Ziel des Spiels darin besteht, zu versuchen, die höchstmögliche Hand zu bilden!

Ein Ass in der Hand zu haben, kann Ihnen also zusätzliche Stärke verleihen, aber es kann Ihnen auch in anderen Situationen schaden.

Nehmen Sie die folgenden zwei Beispiele:

Beispiel 1: Ass als Kicker

Nehmen wir für ein erstes Beispiel an, Sie halten AK und Ihr Gegner hält KQ. Das Board sieht am Ende der Hand wie folgt aus: K8632. Beim Showdown halten sowohl Sie als auch Ihr Gegner ein König-Paar. In diesem Fall gewinnen Sie die Hand, weil Ihr Ass ein besserer „Kicker“ ist (die hohe Karte, die sich auf das Gesamtranking der Hand auswirkt) als die Dame Ihres Gegners.

Im Wesentlichen wäre Ihr Fünf-Karten-Hand K-K-A-8-6, während die Ihres Gegners K-K-Q-8-6 wäre.

Das Ass als Kicker zu haben, macht den Unterschied!

Beispiel 2: Ass-Paar, Kicker-Probleme

Das nächste Beispiel soll zeigen, wie ein Ass in der Hand nützlich sein kann, um hohe Paare zu bilden, aber ein Nachteil ist, wenn Sie nicht immer einen anständigen Kicker haben, der damit einhergeht.

Zum Beispiel haben Sie A3 off-suit (A3o) und Ihr Gegner hat AK-suited (AKs). Das Board sieht am Ende der Hand wie folgt aus: A-J-8-6-2. Im Moment ist Ihre 5-Karten-Hand ein Ass-Paar mit einem Buben als Kicker (A-A-J-8-6). Ihr Gegner hat ebenfalls ein Ass-Paar, aber mit einem König als Kicker (A-A-K-J-8).

In dieser Situation kommt das „Kicker-Problem“ zum Tragen. Ja, Sie haben ein hohes Paar in Form von zwei Assen, aber aufgrund Ihres niedrigen Kickers schwinden Ihre Chancen, den Pot zu gewinnen. Wenn Sie mit hundertprozentiger Sicherheit wüssten, dass Ihr Gegner ein Ass hat, wäre die beste Situation, auf die Sie hoffen könnten, ein „Chop“ (Split Pot), wenn Ihr Gegner A5, A4 oder A3 hätte.

Alle drei Kicker würden aus den Gemeinschaftskarten auf dem Board bestehen, wodurch der Kicker, den Sie in Ihrer Hand halten, nutzlos wird. (Mit einem niedrigen Kicker wäre sowohl Ihre Fünf-Karten-Hand als auch die Ihres Gegners A-A-J-8-6).

Selbst wenn Ihr Gegner nur A7 hätte, würde er trotzdem die Hand gewinnen, weil sein Kicker besser wäre als Ihrer (A-A-J-8-7).

Warum Hände mit einem Ass so häufig overplayed werden

Es ist wichtig, den Wert zu erkennen, den ein Ass beim Poker haben kann. Neben der Kicker-Problematik ist es jedoch auch wichtig zu verstehen, dass nicht alle Hände mit einem Ass gleich gut sind.

HINWEIS: Wenn beim Poker von einer AX-Hand gesprochen wird, bedeutet das Folgendes: Es handelt sich um eine Hand die definitiv ein Ass enthält, während das X jede andere ungepaarte Karte sein könnte. Beispielsweise kann sich AX auf A2 / A3 / A4 / A5 / A6 / A7 / A8 / A9 / AT/ AJ/ AQ / AK beziehen.

Viele Anfänger gewöhnen sich an, jede Hand zu spielen, die ein Ass enthält, und das ist nicht gut. Gegen gute Spieler, die eine tightere (kleinere) Range an Händen spielen, werden die Asse, die sie spielen werden, normalerweise besser sein.

Daher werden Anfänger oft auf „Kicker-Probleme“ stoßen und mehr Hände und Geld als sonst verlieren, weil sie zu viele (AX) Hände spielen.

Welche Ax-Kombinationen spielen professionelle Pokerspieler?

Gute Spieler werden nicht jede Hand mit einem Ass spielen, aber sie werden oft nach Möglichkeiten suchen, wie ihre zweite Karte das Potenzial hat, mit dem Ass in ihrer Hand zu interagieren (oft wird hierbei von „connected Hands“ gesprochen).

  • Hat Ihre Hand das Potenzial, Broadway-Straight (A-K-Q-J-T) zu machen?
  • Was ist mit Wheel-Straights (A-2-3-4-5)?
  • Ist ein Flush möglich (suited AX-Kombination)?
  • Haben Sie neben Ihrem Ass einen hohen Kicker?

Gute Spieler werden außerdem darauf achten, dass sie wegen der Spielbarkeit lieber eine Hand wie A5s als eine Hand wie A6s spielen würden. In beiden Fällen ist der Kicker niedrig, und ja, während die 6 immer noch besser ist als eine 5, wenn es darum geht, den „Kicker“ zu bestimmen, spielt dies manchmal keine Rolle. Wenn die Gemeinschaftskarten hoch genug sind, würde dieser Faktor die zweite Karte/den Kicker irrelevant machen. (d. h. A6 und A5 auf einem Board wie K-J-8-7-2. Beide Spieler würden mit A5 und A6 dieselbe Fünf-Karten-Hand mit A-K-J-8-7 für Ace-High bilden).

Um jedoch auf die Spielbarkeit zurückzukommen, ist A5 die bessere Wahl als A6, da Sie die Möglichkeit haben, Wheel-Straights zu machen, indem sie beide Hole Cards verwenden (d. h. wenn 2-3-4 auf dem Board liegt). Mit A5 können Sie häufiger und leichter semibluffen, wenn Sie beispielsweise Gutshot-Draws haben. Sie können den Pot ebenfalls öfter gewinnen, indem Sie Fold Equity generieren (wobei Sie die Hand gewinnen, wenn Ihr Gegner nach Ihrer Bet foldet).

Anfänger vs. Profis: So spielen Sie Asse richtig

Um den vorherigen Abschnitt zusammenzufassen, versuchen gute Spieler normalerweise die folgenden AX-Kombinationen zu spielen:

  • Suited Aces (AXs)
  • Broadway Aces (AT+)

- wenn sie überhaupt eine Hand mit einem Ass darin spielen!

Wie viele Probleme neue Spieler bekommen können, wenn sie zu viele Ax-Hände spielen, wird deutlich, wenn man sich die Kombinatorik beim Poker ansieht. Nimmt man eine Hand wie Ass-König, multipliziert man einfach 4 Asse mit 4 Königen. Daraus wird deutlich, dass es 16 verschiedene Kombinationen dieser Hand gibt. Das Ganze können Sie danach noch in suited (4) und unsuited (12) Kombinationen unterteilen. 
 
Betrachten Sie mit diesem Wissen die Anzahl der AX-Kombinationen, die ein guter Spieler spielen könnte (auch wenn die genauen Ranges je nach Position und Situation variieren würden). Es gäbe 16 x 4 = 64 Kombinationen von Broadway-Assen und 4 x 8 = 32 andere suited Kombinationen von Assen (A2s – A9s), was die Gesamtzahl der AX-Kombinationen in der Range eines guten Spielers auf 96 bringt.

Wenn Sie sich andererseits die Kombinatorik für die Range eines Amateurs ansehen (er spielt alle AX-Kombinationen), würden Sie erkennen, dass sie 16 x 12 = 192 Kombinationen von AX haben. (Diese Zahl ist genau das DOPPELTE der Anzahl von AX-Kombinationen die „gute“ Spieler in bestimmten Situationen spielen würden!)

Diese Berechnungen zeigen, wie leicht Anfänger durch das Spielen zu vielen AX-Händen Probleme bekommen können. Dadurch treten Situationen auf, in denen Ihre AX-Hand „dominiert“ wird – das heißt, der Kicker in Ihrer Hand ist dem Ihres Gegners unterlegen.

Anfänger vs. Profis: So spielen Sie Asse richtig

 
 

Darauf müssen Sie beim Spielen von Ax-Kombinationen achten

In diesem Abschnitt werden wir etwas Licht auf die stärksten ungepaarten Handkombinationen mit einem Ass (AT+) werfen – den Wert, den sie haben, und Empfehlungen, wie man sie spielt:

Poker: Ass-König

Ass-König ist eine der beeindruckendsten Hände beim Poker! Ob suited oder unsuited, das Broadway-Potenzial dieser Hand ist riesig, sodass sie entweder mit einem Raise oder einem Re-Raise spielbar ist!

Ja, obwohl AK vor dem Flop keine „Made Hand“ ist (im Gegensatz zu jedem Pocket-Pair), hat es gegen die meisten Paare wie QQ oder darunter vor dem Flop normalerweise ungefähr 50 % Equity (Gewinnchance). Die meisten anderen ungepaarten Hände werden häufig dominiert! 

Mit AK vor dem Flop All-In zu gehen, ist zweifellos ein standardisiertes Play beim Poker (abhängig von Stack Sizes und Gegnertendenzen) – am häufigsten kommt es in Poker-Turnieren vor, wenn die Stacks kleiner werden.

Bei Cash-Games sind die Stacks zwar oft viel größer, aber wenn Sie nicht mit AK Preflop All-In gehen (es ist normalerweise ein akzeptables Play, wenn Sie 100bb oder weniger haben), dann werden Sie Postflop definitiv den Pot vergrößern wollen. Sie müssen Ihre Gewinne mit dieser Premium-Hand maximieren, nachdem der Flop ausgeteilt wurde.

Poker: Ass-Dame

Als zweitstärkste AX-Hand im Deck birgt AQ sicherlich auch ein gewisses Potenzial. Von fast allen Positionen aus werden Sie AQ spielen wollen. Die einzige Ausnahme könnte AQo von Under The Gun (UTG) sein – der Spieler, der zuerst Preflop handelt – an einem Tisch mit vielen guten Spielern.

Darüber hinaus möchten Sie vielleicht mit einigen Ihrer AQs-Kombinationen eine 3bet (Re-Raise gegen einen anfänglichen Raise) machen, um Value zu generieren. Wenn Sie die Stärke dieser Hand im Vergleich zu vielen Opening-/Raise-Ranges Ihres Gegners gegenüberstellen, wird AQs normalerweise sehr gut abschneiden. Darüber hinaus ist die Spielbarkeit dieser Suited-High-Card-Hand in Position sehr gut.

Im Gegensatz zu seinem Suited-Gegenstück müssen Sie mit AQo Preflop nicht immer eine 3bet machen, meist reicht auch ein einfacher Call. Diese Hand wird die meiste Zeit besser abschneiden als ein Großteil der Range Ihres Gegners. AQo bietet darüber hinaus das Potenzial, Ihre Preflop-Calling-Range zu stärken (damit Sie nicht immer mit mittleren oder spekulativen Händen callen und mit Ihren stärkste eine 3bet machen).

Wenn nach dem Flop ein A oder ein Q kommt, haben Sie oft die beste Hand mit Top-Pair und einem exzellenten Kicker. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Sie mit AQs an dieser Stelle häufig eine Bet machen sollten, um sowohl Value als auch Protection zu erzielen. Wenn Sie auf Widerstand Ihres Gegners stoßen, müssen Sie die Tendenzen dieses Spielers einschätzen, um zu wissen, wie Sie angemessen weitermachen können. (Ist Ihr Gegner in der Lage zu semi-bluffen/bluffen oder haben hat er immer nur Premium-Hände wie Two-Pair oder Set?)

Poker Ass-Bube

Während AJ suited an einem 9-Handed-Tisch zweifellos aus EP mit einem Open-Raise gespielt werden kann, sollte AJo häufiger an derselben Stelle gefoldet werden. Während die „Suitedness“ einer Hand in der Regel nur etwa 2 % Equity zur eigenen Hand hinzufügt, lassen sich Suited-Hände in Bezug auf die Spielbarkeit viel besser nutzen als ihre Offsuit-Pendants.

Darüber hinaus kann Sie AJo mit zahlreichen "in Position"-Spielern, die nach Ihnen agieren werden, sicherlich in einige schwierige Postflop-Situationen bringen. Und selbst in Preflop-Situationen, während AJ normalerweise gut genug ist, um einen Open-Raise zu machen, müssen Sie vorsichtig sein, wenn Sie einer 3bet+ gegenüberstehen, nachdem Sie einen Open-Raise getätigt haben. Dies gilt besonders, wenn Ihr Gegner ein tighter Spieler ist und normalerweise nur bessere Hände re-raist (AQ+ oder ein Overpair).

Tatsächlich machen die meisten Spieler in Low-Limit-Cash-Games selten Preflop einen 3bet-Bluff. In den meisten Fällen bedeutet eine 3bet vor dem Flop, dass Ihr Gegner eine Premium-Hand hat, gegen die AJ ??nicht so gut abschneidet.

Wenn ein anderer Spieler zuerst erhöht und die Aktion zu Ihnen gefoldet wird, haben Sie mit AJ einige interessante Möglichkeiten, die nachfolgend erläutert werden:

  • Sie könnten sich für eine 3bet entscheiden, würden es aber normalerweise hassen, einer potenziellen 4bet gegenüberzustehen.
  • Ein Call eröffnet den Spieler nach Ihnen die Möglichkeit, einen Squeeze zu machen, den Sie mit AJ nicht mitgehen können (außer vielleicht, wenn Sie AJs haben).
  • Folden ist meist ein schwaches Play für eine so starke Hand wie AJ.

Daher ist AJs normalerweise entweder ein Call oder eine Value-3bet, während AJo entweder ein Call (wenn Ihr Gegner loose unterwegs ist), ein Fold oder eine Bluff-3bet (wenn Sie eine 3bet-Bluffing-Range haben) sein kann. Im Fall des 3betting mit AJo gibt Ihnen die Initiative in der Hand die Möglichkeit, sie entweder vor oder nach dem Flop mit der generierten Fold Equity zu gewinnen, anstatt nur zu versuchen, eine starke Made Hand zu machen. Diese Entscheidung ist wichtig, da es nicht so viele Möglichkeiten zum Gewinnen gibt wie es bei der Suited-Variante und der zusätzlichen „Spielbarkeit“ der Fall ist.

Poker Ass-Zehn

Ass-Zehn ist die am schwierigsten zu spielende der oben genannten AX-Hände. Während AT schwächere Asse schlägt, besteht immer die Möglichkeit, dass Sie selbst gegen eine bessere AX-Hand antreten könnten.

ATs kann in einem 6-Max-Spiel immer das untere Ende Ihrer Opening-Range UTG ausmachen, sollten aber in einem Full-Ring-Spiel aus EP gefoldet werden.

Ähnlich wie bei AJs wird ein Flat-Call mit ATs aufgrund der Spielbarkeit der Hand akzeptabler, während ATo normalerweise besser als 3bet-Bluff oder Fold geeignet ist. Daher ist es meist besser, die Hand zu folden.

Die Bedeutung der Position: So verändert sich die Stärke Ihres Asses

6-Max Cash-Game AX-Spielbarkeitstabelle

6-Max Cash-Game AX-Spielbarkeitstabelle

Sie werden beim Lesen dieses Artikels wahrscheinlich bemerkt haben, dass Sie mit einer tighteren Range einen Open-Raise machen müssen, je früher Sie an der Reihe sind. Gleichzeitig können Sie in einem Unraised-Pot mit einer größeren Range open-raisen, wenn Sie sich in einer späteren Position befinden.

Als Vorschlag, um Ihnen dabei zu helfen, zu bestimmen, welche Starthände aus welchen Positionen zu spielen sind, wird empfohlen, die kostenlosen 20 Poker-Charts von 888poker zu verwenden. Wenn Sie diese als Grundlage für Ihre Preflop-Entscheidungen nutzen, können Sie die Handauswahl-Basics basierend auf der Position besser verstehen und sich daran gewöhnen. Es hilft Ihnen auch zu bestimmen, wo und wie Sie je nach Situation vom „normalen“ Preflop-Spiel abweichen können.

Eine gute Faustregel für Hände, die Sie mit Flat-Call vs. Raise verwenden, ist, dass Sie dies mit folgenden Händen tun:

  • Hände in der Opening-Range Ihres Gegners schlagen/dominieren, aber zu schwach für eine Value-3bet wären.

ODER

  • Hände mit guten Implied Odds wie niedrige bis mittlere Pocket-Pairs.

Schließlich sollten die allerbesten Hände in Ihrer Range gegen den Open-Raise eines anderen Spielers erneut erhöht (3bet+) werden. Diese Strategie besteht darin, Value aus schwächeren Händen zu generieren, die Initiative zu kontrollieren, einen Pot aufzubauen und die Fold Equity zu realisieren – indem Sie die Equity Ihrer gesamten Hand nutzen und Villain diese Equity verweigern, indem er foldet.

Sie könnten Ihrer Range auch „3bet-Bluffs“ hinzufügen, um diese auszugleichen und nicht so vorhersehbar zu sein. Aber das ist ein Thema für einen anderen Artikel.

Fazit

Wie dieser Artikel zeigt, sind nicht alle Asse gleich. Es ist wichtig, darüber nachzudenken, wie die zweite Karte in der eigenen AX-Hand mit dem Ass interagiert, um möglicherweise eine starke Hand zu bilden (d. h. Suited-Asse für Flushes, niedrige für Wheel-Straights und hohe für Broadway-Straights/gute Kicker).

Trotzdem ist ein Ass noch immer eine mächtige Karte im Deck, da es in bestimmten Situationen sowohl als niedrige als auch als hohe Karte gewertet werden kann. Ein Ass in der Hand zu haben, ist jedoch niemals eine Rechtfertigung, diese Hand spielen zu müssen. Sie sollten daran denken, welche andere(n) Karte(n) Ihnen ausgeteilt werden und entsprechend Ihre Strategie anpassen.

About the Author
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Matthew Cluff ist ein Pokerspieler, der sich auf 6-Max No Limit Hold’em Spiele spezialisiert hat. Er erstellt auch hin und wieder Online-Pokerinhalte für verschiedene Webseiten.
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