Wenn Sie auf der Suche nach einer actiongeladenen Pokervariante sind, dann haben wir mit Courchevel Poker genau das Richtige für Sie!

Das Spiel basiert auf der klassischen Omaha-Variante, bei der jeder Spieler vier verdeckte Karten ausgeteilt bekommt. Zwei davon muss er in Verbindung mit drei Gemeinschaftskarten verwenden, um seine Pokerhand bestehend aus fünf Karten zu bilden.

Es gibt jedoch zwei wesentliche Unterschiede zwischen Omaha und Courchevel Poker:

  1. Erstens erhalten die Spieler fünf anstelle der standardmäßigen vier Karten.
  2. Zweitens wird die erste Gemeinschaftskarte vor dem Flop aufgedeckt, bevor die erste Setzrunde stattfindet.

Das mögen zwei kleine Änderungen sein, aber sie machen einen großen Unterschied aus. Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass Courchevel Poker so unglaublich unterhaltsam und actiongeladen ist. 

Nachfolgend stellen wir Ihnen dieses exotische Pokervariante einmal genauer vor.

Geschichte von Courchevel Poker

Wie bei den meisten Pokervarianten sind die genauen Ursprünge des Spiels nicht bekannt. Gerüchten zufolge entstand es jedoch entweder in den späten 1980er- oder frühen 1990er-Jahren im gleichnamigen Skigebiet in den französischen Alpen. 

Offenbar wollten einige Touristen, die das Courchevel Resort nahe der italienischen Grenze besuchten, Poker spielen. Allerdings war Poker etwas, das dort niemand zuvor gespielt hatte. Also erfanden sie ihr eigenes Spiel.

Courchevel Poker wurde im inzwischen geschlossenen Aviation Club de Paris zu einer der beliebtesten Varianten, was angesichts der Tatsache, dass das Spiel seinen Ursprung in Frankreich hat, durchaus Sinn macht. 

Im Jahr 2013 konnte man das Spiel zum ersten Mal online spielen. Aber den ganz großen Durchbruch hat Courchevel (noch) nicht geschafft. Weder bei der World Series of Poker (WSOP) noch bei anderen großen Turnierserien hat es jemals ein Event mit dieser exotischen Variante gegeben.

So spielen Sie Courchevel Poker

Während das Spiel als Fixed- sowie No-Limit-Variante gespielt werden kann, ist Courchevel Poker traditionell ein Pot-Limit-Spiel. Das heißt, der maximale Einsatz ist auf die Größe des Pots begrenzt. 

Es gibt außerdem Blinds. Der Spieler links vom Dealer-Button setzt den Small Blind, der Spieler links von ihm den Big Blind.

Jeder Spieler erhält fünf verdeckte Karten. Dies sind die Hole Cards eines Spielers. Anschließend wird die erste Gemeinschaftskarte, die sogenannte "Door Card", offen in die Mitte des Tisches gelegt. 

An diesem Punkt wir die Hand auf die gleiche Weise wie bei Hold'em oder Omaha gespielt. Der Spieler links vom Big Blind handelt zuerst und kann callen, betten oder folden.

Regeln für Courchevel Poker

Regeln für Courchevel Poker

Beim Courchevel Poker findet die erste Setzrunde nach der folgenden Preflop-Aktion statt. Alle Spieler haben ihre fünf Hole Cards erhalten, und die erste Gemeinschaftskarte wird aufgedeckt.

  • Anschließend werden zwei weitere Gemeinschaftskarten aufgedeckt, um den "Flop" zu vervollständigen. 
    Eine weitere Setzrunde findet statt, beginnend mit dem Spieler, der am nächsten links vom Button sitzt.
     
  • Wie bei Hold'em und Omaha wird die vierte Gemeinschaftskarte als "Turn" und die fünfte als "River" bezeichnet. 
    Es folgt jeweils eine letzte Setzrunde, die zum "Showdown" für alle verbleibenden Spieler führt.

Wie bei Omaha müssen die Spieler beim Courchevel Poker ihre beste Pokerhand aus fünf Karten bilden. Sie müssen zwei Karten aus ihrer Starthand und drei der fünf Gemeinschaftskarten verwenden. 

Das heißt, wenn Sie A♣A♦K♦K♠Q♠ auf der Hand haben und 3♣2♣10♣Q♣7♥ auf dem Board liegt, haben Sie keinen Kreuz-Flush mit Ass-Hoch.

Dafür würden Sie eine Karte aus Ihrer Hand und vier aus den Gemeinschaftskarten verwenden. Das ist nicht erlaubt. 

Denken Sie daran, dass Sie zwei Karten aus Ihrer Starthand und drei Gemeinschaftskarten vom Board verwenden MÜSSEN.

Wer am Ende die beste Pokerhand bestehend aus fünf Karten hat, gewinnt den Pot.

Die offizielle Reihenfolge der Pokerhände bei Courchevel Poker

Für Courchevel Poker gilt die standardmäßige Reihenfolge der Pokerhände. Das bedeutet, dass ein Royal Flush die beste Hand ist, während eine High Card (höchste einzelne Karte) die schlechteste Hand ist.

  • Das Fakt, dass jeder Spieler fünf verdeckte Karten erhält, die er mit den fünf Gemeinschaftskarten kombinieren kann, führt häufig zu starken Made Hands.

Sie werden selten sehen, dass eine High-Card-Hand gewinnt - oder sogar ein oder zwei Paare. Hände wie Straßen, Flushes und Full Houses sind aufgrund der vielen möglichen Kombinationen deutlich wahrscheinlicher.

Anders ausgedrückt: Die Reihenfolge der Pokerhände ist die gleiche wie bei anderen Varianten. Aber größere Hände kommen bei Courchevel Poker weitaus häufiger vor. 

Die Reihenfolge der Pokerhände bei Courchevel Poker

Strategien für Courchevel Poker

Das Erste, worauf Sie bei Courchevel Poker achten sollten, ist die "Door Card".  Denken Sie daran, dass diese Karte als erste Gemeinschaftskarte aufgedeckt wird.

  • Wie reagieren die anderen Spieler auf diese Karte? 
  • Welchen Einfluss hat sie auf ihre Starthand?

Diese kleinen zusätzlichen Informationen, die Sie beim normalen Omaha nicht erhalten, können den Unterschied ausmachen.

Wenn Sie zum Beispiel eine Hand wie A♦Q♦J♣3♣2♥ halten und die erste Karte ein J♦ ist, dann ist das ziemlich gut.

  • Sie haben nicht nur mindestens ein Paar, sondern durch den Buben in Karo auch die Möglichkeit, den Nut-Flush zu treffen.
     
  • Vier weitere Gemeinschaftskarten werden noch aufgedeckt - wenn zwei davon Karo sind, haben Sie gute Chancen, den Pot abzuräumen.

Auf der anderen Seite, wenn Sie eine Hand wie 9♦9♣6♣6♥5♥ haben und die erste Karte ist die Q♠, ist das katastrophal. Die Spielbarkeit Ihrer Hand hat sich drastisch verschlechtert.

Die Dame ist nicht nur höher als Ihre beiden Pocket-Pairs, sondern die Farbe passt auch nicht zu Ihrer Starthand.

Ihre Hand ist daher nahezu wertlos geworden. Sie können zwar mit den verbleibenden vier Gemeinschaftskarten immer noch ein Set treffen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dennoch geschlagen werden, ist alles andere als gering. 

Stellen Sie sich jedoch vor, Sie haben die gleiche Starthand und die erste Karte ist die 9♥. Jetzt haben Sie das beste Set und eine Karte in einer Farbe, die gut zu Ihren anderen Karten passt. Sie haben sowohl Straßen- als auch Flush-Möglichkeiten. 

Die beste Strategie für Courchevel Poker ist, sich daran zu erinnern, dass große Hände häufiger vorkommen. Achten Sie deshalb genau auf die Board-Strukturen. 

Nehmen wir an, Sie haben einen Flush-Draw mit Bube-Hoch auf einem gepaarten Board mit hohen Karten und Straßen-Möglichkeiten. Ihre Hand wird wahrscheinlich nicht den Pot gewinnen, selbst wenn Sie Ihren Flush treffen sollten. 

Versuchen Sie immer, mit einer Hand weiterzuspielen, mit der Sie entweder die Nuts oder etwas Ähnliches bekommen können.

Courchevel Hi-Lo Poker

Wie Omaha und 7-Card Stud kann Courchevel Poker auch als Hi-Lo-Variante gespielt werden. Bei dieser Variante geht die Hälfte des Pots an die höchste Hand (High Hand) und die andere Hälfte an die niedrigste Hand (Low Hand), die sich für diesen Teil des Pots qualifiziert hat.

Eine qualifizierte Low Hand muss fünf ungepaarte Karten beinhalten, dabei darf die höchste Karte nicht höher als eine Acht sein. Straßen und Flushes haben keine negativen Auswirkungen auf die Low Hand, können aber zum Gewinn der High Hand beitragen.

Wenn Ihre Fünf-Karten-Hand zum Beispiel 7♥6♥5♥2♥A♥ ist, haben Sie sowohl eine gute Low Hand (7-6-5-2-A) als auch eine starke High Hand (den Herz-Flush mit Ass-Hoch). 

  • Wenn sich diese Hand als die beste High UND Low Hand erweist, gewinnen Sie beide Hälften des Pots.

Die Door Card ist ebenfalls bei der Hi-Lo-Variante von Courchevel Poker ein wichtiger Faktor. Wenn es sich um eine Acht oder eine niedrigere Karte handelt, ist die Chance, dass es sowohl einen High- als auch Low-Pot gibt, größer, als wenn die Door Card eine Neun oder höher ist.

Angenommen, kein Spieler hat eine qualifizierte Low Hand (d. h. niemand hat fünf ungepaarte Karten mit einer Acht oder niedriger). Dann gibt es kein Low, und die beste High Hand gewinnt den gesamten Pot.

Courchevel Poker FAQ

Welche Varianten von Courchevel Poker gibt es?

  • Courchevel Poker ist traditionell ein Pot-Limit-Spiel. Sie können es aber auch in einem Fixed-Limit- oder No-Limit-Format spielen, wenn Sie möchten.

Was ist das Wichtigste, was man über Courchevel Poker wissen sollte?

  • Wie bei Omaha ist das Wichtigste, dass Sie zwei Karten aus Ihrer Starthand und drei Gemeinschaftskarten vom Board verwenden MÜSSEN, um Ihre beste Pokerhand bestehend aus fünf Karten zu bilden.

Was sind die Hauptunterschiede zwischen Courchevel Poker und Pot-Limit Omaha (PLO)?

  • Bei PLO erhalten die Spieler vier verdeckte Karten und vor dem Austeilen der ersten drei Gemeinschaftskarten findet eine Setzrunde statt.
  • Bei Courchevel Poker erhalten die Spieler fünf anstelle von vier verdeckten Karten. Vor der ersten Setzrunde wird die erste Gemeinschaftskarte, die sogenannte "Door Card", aufgedeckt. 

Kann Courchevel Poker auch als Hi-Lo-Variante gespielt werden?

  • Ja, wie Omaha und 7-Card Stud können Sie Courchevel Poker als Hi-Lo-Variante spielen. Das bedeutet, dass die beste High Hand die Hälfte des Pots erhält und die beste qualifizierte Low Hand die andere Hälfte.

Welche Hände sind gut bei Courchevel Poker?

  • Da jeder Spieler fünf Karten erhält, hat er mehr Chancen, eine starke Hand zu bekommen. Daher kommen große Hände wie Straßen, Flushes und Full Houses recht häufig vor. Auch Vierlinge, Straight Flushes und sogar Royal Flushes sind keine Seltenheit mehr.

Courchevel Poker Zusammenfassung

Courchevel Poker ist ein unterhaltsames, actiongeladenes Spiel, das heutzutage nur selten angeboten wird. In den meisten Casinos und Pokerräumen werden Sie deshalb nicht fündig. Selbst wenn die Variante online angeboten wird, kann es schwierig sein, genügend Spieler zu finden. 

Wenn Sie es dennoch schaffen sollten, steht dem Spaß nichts mehr im Weg!

Die beste Möglichkeit, Courchevel Poker zu spielen, besteht darin, es in einem Home Game zu spielen. Besonders wenn Sie bereits Pot-Limit Omaha (PLO) spielen, dürften die anderen Spieler nicht abgeneigt sein.

Das Hinzufügen der zusätzlichen Karte und das Aufdecken der ersten Gemeinschaftskarte ist nur eine kleine Abwandlung eines Spiels, das von Tausenden von Spielern weltweit gespielt wird.

Chad Holloway ist der Gewinner des WSOP Bracelet 2013 und war zuvor als Redaktionsleiter und Live-Reporter für PokerNews tätig.